Alle Jahre wieder: In Deutschland wird erneut über die Rente debattiert. Während der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums kürzlich eine zaghafte Anhebung auf 68 Jahre befürwortete, fordert das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), das Arbeitsleben bis zum 70. Geburtstag auszudehnen. Nur so bleibe die Umlagerente finanzierbar.
Die steht bekanntermaßen vor dem Problem, dass immer weniger Erwerbstätige immer mehr Ruheständler immer länger finanzieren müssen. Wenn die Rentenbeiträge nicht mittelfristig explodieren sollen, muss entweder das Rentenniveau stark sinken – oder die Menschen müssen länger arbeiten. Unabhängig davon, ob Reformvorschläge wie der Einbezug von Beamten und Selbstständigen umgesetzt werden. Im Gespräch ist auch der Vorschlag, das Renteneintrittsalter automatisch im Gleichschritt mit der statistischen Lebenserwartung anzuheben.
Außer Frage steht, dass die gesetzliche Rente zukünftig bei immer weniger Ruheständlern für einen auskömmlichen Lebensstandard reichen wird. Private Vorsorge ist daher für die meisten Bundesbürger unverzichtbar.
Gibt es einen Plan B?
Gemäß den derzeitigen Prognosen der Lebenserwartung würde mit einer solchen Regel das Rentenalter im Jahr 2042 mit 68 Jahren erreicht, sagte Axel Börsch-Supan. Beim Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München lag die Federführung des Gutachtens. Demnach wären die Geburtsjahrgänge 1974 und folgende von den Reformvorschlägen betroffen.
Gleichzeitig betonte der Beirat jedoch in seiner Mitteilung: „Sollte die Lebenserwartung abnehmen, kann auch das Rentenalter sinken.“ Zu den Vorschlägen zählt auch, bei den Rentenerhöhungen Bestandsrenten weniger stark zu dynamisieren als neue Renten.
Es gibt aber auch gute Nachrichten für künftige Rentnerinnen und Rentner. Sie müssen keine gravierenden Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Bezüge befürchten. Der Wirtschaftseinbruch hat wohl nur geringe Auswirkungen auf die Rentenansprüche, so das von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderte Institut DIW in einer Studie.
Die Folgen etwa für die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen seien gering. Sie muss verglichen mit einem Szenario ohne Corona-Krise einen „leichten Rückgang von etwa einem Prozent der Rentenanwartschaften“ hinnehmen. Grund ist vor allem, dass bei Kurzarbeit Rentenbeiträge nur für 80 Prozent des ausgefallenen Verdienstes gezahlt werden.
Damit Sie in der Rente über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, müssen Sie handeln. Starten Sie jetzt mit Ihrer Altersvorsorge, unsere Experten helfen Ihnen gerne!
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